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Wie Du Restfeuchte und Belegreife per CM-Messung ermittelst

Was genau ist eine CM-Messung?

Eine CM-Messung schützt dich vor unerwarteten Schäden durch Restfeuchte im Estrich. So kann ein feuchter Estrich deinen Fußbodenbelag durchfeuchten und ihn somit nach kurzer Zeit beschädigen. So wird anhand einer CM-Messung die Feuchte im Estrich bestimmt, welche Auskunft über die Belegereife von Parkett, Laminat, Fliesen, usw. gibt.

Wer braucht eine CM-Messung?

Jeder, der seinen Estrich mit einem Bodenbelag versehen möchte, sollte im Vorfeld eine CM-Messung durchführen bzw. durchführen lassen. Nur mit dieser Messmethode wird ein aussagefähiges und fundiertes Ergebnis über die Restfeuchte im Estrich gewonnen. Wenn die Feuchtigkeit zu hoch ist, ist dies oftmals für unangenehme Überraschungen wie das Aufquellen des Bodenbelags verantwortlich. Wird ein feuchter Estrich mit einem Fußboden versehen, wird die Feuchtigkeit in diesem eingeschlossen, wodurch sie nicht mehr entweichen kann und in Folge dessen in den darauf befindlichen Fußbodenaufbau hineinzieht.

Wie wird eine CM-Messung durchgeführt?

Bei einer CM-Messung wird ein Loch von der Größe eines Tennisballs in den Estrich geschlagen. Für die Durchführung sollte der Estrichleger Markierungspunkte gesetzt haben, um gelegte Leitungen der Fußbodenheizung zu schützen. Bei einer Messung der Restfeuchte muss bis zur Trennlage bzw. Dämmung geschlagen werden. Nur so erhältst du ein aussagefähiges Ergebnis über die Belegereife deines Estrichs. Die herausgeschlagenen Stücke sollten während des Schlagens in einem Luftdichten Behälter gesammelt werden. Dadurch kann die Probe vor äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Schweiß oder Wasserflecken geschützt werden. Wenn die Schicht unterhalb des Estrichs erreicht wird und die ausreichende Menge zum Messen erreicht ist, bist du fertig mit dem ersten Schritt.
Die Probe zum Messen wird nun in eine robuste Schale gegeben und vorsichtig durch keine Schläge weiter zerkleinert. Die bearbeiteten Estrichsplitter werden nun auf einer sensiblen Waage auf genau 50,00 g abgewogen. Dies ist die benötigte Menge zur Durchführung einer CM-Messung. Nun wird das Probenmaterial mit 3 massiven Kugeln in die Druckflasche eingefüllt. Im Folgenden wird eine Carbid Ampulle in die Druckflasche gelegt und diese mit einem Manometer verschlossen. Ab hier gilt es auf die Zeit zu achten, denn: die Probe muss über eine Minute hinweg stark geschüttelt werden. Dadurch zerplatzt die Carbid Ampulle und füllt die Flasche mit chemischen Stoffen, welche den Druck innerhalb der Flasche erhöhen. Bei der Durchführung einer CM-Messung lässt sich pauschal sagen: Je feuchter der Estrich ist, desto höher ist der zu erwartende Druck innerhalb der Flasche. Nach dem 1- minütigen Schütteln wird die Probe für 9 Minuten unberührt stehen gelassen. Somit beschränkt sich die Dauer der Durchführung einer CM-Messung auf lediglich 10 Minuten. Während der Stehzeit sollte die Flasche dennoch weiterhin beobachtet werden, denn: ab einem Wert von über 2,9 bar unterhalb von 10 Minuten, muss der Messvorgang abgebrochen werden, da das Behältnis auf diesen maximalen Druck ausgelegt ist.
Das Ergebnis der Messung kannst du anhand des Manometers und einer Tabelle zur Beurteilung der Belegereife ablesen.

Für die Belegereife maßgeblichen Feuchtigkeitsgehalte von Estrichen: